Termine - Veranstaltungsarchiv

WAARITAANKA - 17. - 20. Juni 2024 - Kulturhaus Dornbirn

Die Tierwelt hat die Schnauze nun endgültig voll! Sie wollen nicht mehr länger dabei zusehen, wie Menschen ihre Lebensräume kaputt machen. Bei einer Konferenz diskutieren Aljona das Walross, Finch die Eule, Nanuk der Eisbär und ihre tierischen Freunde, wie es um ihre Lebensräume steht. Aber warum sind auch die Menschenkinder eingeladen? Finde es heraus und lerne viel Neues über Artenvielfalt, Biodiversität und die vielen Lebensräume der Tiere.

Termine: Mo 17. Juni (9:30, 14:30, 19:00), Di 18. Juni (9:30, 14:30), Mi 19. Juni (9:30, 14:30), Do 20. Juni (9:30, 14:30)

Weitere Infos: musical@caritas.at

Kulturhaus Dornbirn

Freitag 28. Juni 2024, 18:00, Critical Mass

Critical Mass (engl. für „kritische Masse“, CM) ist eine weltweite Bewegung, bei der sich mehrere nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer (hauptsächlich Radfahrer) scheinbar zufällig und unorganisiert treffen, um mit gemeinsamen Fahrten durch Innenstädte, ihrer bloßen Menge und dem konzentrierten Auftreten von Fahrrädern auf den Radverkehr als Form des Individualverkehrs aufmerksam zu machen.  Quelle: Wikipedia

Rückblick Veranstaltungen

Mi 5. Juni 2024, Mahnwache Bregenz

Bericht auf vol.at

https://www.youtube.com/watch?v=NaDjfpCbEWU

Auszug aus der Rede von Hermann Kaufmann:

Ich vermeide ganz bewusst den Fehler, alles allein von der Politik zu fordern, das ist zu einfach aber sie soll endlich all die nervenden Ausreden, Schuldzuweisungen und Klientelpolitikphrasen, die nur lähmen, vergessen und endlich den Ernst der Lage erkennen.

 Es geht alles viel zu schleppend, so schleppend, dass man beginnt, die Ernsthaftigkeit der durchaus formulierten Zielsetzungen in Frage zu stellen. Es ist kompliziert, aber machbar!

Der Green Deal ist von der EU beschlossen, jetzt wird dieser hoffentlich nicht nur engagiert umgesetzt, sondern sogar übertro[en. Da wird uns der zum Unwort mutierte Befgriff Hausverstand nicht weit reichen.

Manuskript der Rede  

Mi 8. Mai 2024, 13:00 Mahnwache Bregenz, Kornmarktplatz, beim Museum / Landestheater

Die Klima-Aktisten-Gruppe Großeltern für Enkelkinder blickt mit großen Sorgen 50 - 80 Jahre in die Zukunft und stellt sich vor, unter welchen Bedingungen ihre Enkelkinder dann leben werden. Für Österreich und die einzelnen Bundesländer gibt es Klimaszenarien für die Lebenszeit der jetzt 0 - 10 Jährigen. Link: https://www.bmk.gv.at/themen/klima_umwelt/klimaschutz/anpassungsstrategie/publikationen/oeks15.html

Die Publikationen wurde 2016 erstellt.

Quelle: Klimaszenarien für das Bundesland Vorarlberg bis 2100

Die Studie rechnete damals für die Jahre 2070 - 2100 für das Klimaschutzszenario (wir tun was) mit einer Erhöhung der mittleren Jahrestemperatur von 2,3° und für das BAU-Szenario (business as usual, d.h. wir machen weiter wie bisher) mit einer Erhöhung um 4.2°. In Feldkirch war die mittlere Temperatur 2023 um 3.6° höher. Das passt zu den in den letzten Wochen vermehrten Berichten, die Klimaforscher hätten die Dynamik des Klimawandels bisher unterschätzt. Eine Erklärung dafür ist: Wir verlassen den Bereich einer Entwicklung, die man mit einiger Sicherheit extrapolieren kann, weil sich die Parameter nicht gravierend ändern. Das könnte ein Zeichen dafür sein, dass wir Kipppunkte erreicht haben und das System unstabil wird. Wir müssen dringend handeln!

Wir konzentrieren unseren Protest deshalb auf neue Straßenbauprojekte, weil in Vorarlberg der Anteil des Verkehrs an den THG Emissionen noch immer 43% ist. Weil weitere Straßenbauten dem "weiter wie bisher" entsprechen, weil der Straßen- und Güterverkehr zusätzliche Schäden und Kosten durch Lärm, Feinstaub und Unfälle verursacht. In keinem Bereich kann man so leicht THG und Kosten senken, wie beim Verkehr.

März 2024: E-Mail Kampagne für mehr Klimaschutz und gegen die Tunnelspinne

Der Schwerpunkt der bislang letzten Aktion am Tag der Landtagssitzung war und ist eine E-Mail Kampagne. Ein weitere Versuch, die Landesregierung und den Landtag aufzufordern, mehr zu tun, um die Emissions-Ziele zu erreichen. Wie berechtigt diese Forderung ist, zeigt ein Bericht der Europäischen Umweltagentur, der am Montag (11. März) an die Öffentlichkeit ging: Sie fordert Europa auf, dringende und zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen um sich auf "katastrophale" Folgen des Klimawandels vorzubereiten. Mehrere Medien berichten derzeit darüber, darunter Der Standard. Der Schwerpunkt des Berichts liegt auf einer Risikoanalyse, d.h. dem Szenario, das auf uns zukommt.

Seit Monaten gehen wir im Protest gegen die Tunnelspinne vors Landhaus- mit Erfolg! Das Projekt bröckelt, die Umsetzung ist inzwischen ungewiss. Diesem Prozess wollen wir weiter voranbringen, indem wir alle demokratischen Wege ausreizen und uns nun schriftlich an die Verantwortlichen wenden. Dafür brauchen wir dich! Schreib eine Email mit deiner Kritik am fossilen Megaprojekt der Tunnelspinne an Landeshauptmann Wallner und Co.

https://tinyurl.com/klimanotstand-tunnelspinne
Eine Vorlage dazu findest Du, wenn du auf den Link oben klickst - du musst nur noch auf senden klicken. Wir haben ein Recht auf politische Teilhabe, also lasst es uns nutzen! Das zu tun, ist ein Beitrag für den ökologischen Handabdruck. Siehe auch dazu einen Artikel im Standard:
Wie man effektiv etwas für Klimaschutz tun kann.

Es gibt auch erste Antworten auf die Mails, die man hier nachlesen kann:

https://cryptpad.fr/pad/#/2/pad/edit/Utt12SLwkW4r9col1xO1dgc1/

Eine davon, die Antwort, die Landeshauptmann Wallner einen Mitarbeiter schreiben hat lassen, finden sie hier in einer PDF-Datei.

Das sind halt die üblichen Floskeln und die Schönfärberei zu diesem Projekt, man könnte sie in der Welt von gestern auch gelten lassen. Man könnte vielleicht auch heute noch mit einem Kompromiss (einer einfache Tunnelröhre von der Felsenau nach Tisis) zufrieden sein. Aber selbst dagegen spricht:

  • Meine Generation kennt die Verkehrssituation in Feldkirch seit 1960, als noch die Bundesstraße mit der Nummer 1 von Bregenz bis Wien mitten durch Feldkirch ging. Was wurde seit damals nicht alles gebaut, die Einfahrt nach Feldkirch, der Schattenburgtunnel, eine erste und zweite Röhre des Amberg-Autobahntunnels, der Tunnel nach Tosters. Und: Wo ist die Entlastung? Weggeputzt durch mehr Verkehr. Warum soll sich das jetzt ändern? Man muss nur ein wenig recherchieren um bestätigt zu bekommen, dass mehr Straßen mehr Verkehr erzeugen.
    Siehe z.B. dieses VCÖ-Factsheet.
  • Wir sind zutieft davon überzeugt, Vorarlberg kann unsere Energie- und Klimaziele nicht erreichen, wenn wir weiter machen, wie bisher. D.h. wir müssen Verkehr vor allem vermeiden, und viele meinen, mindestens halbieren. Sind wir ehrlich, wieviel Autofahrten sind unnötiger Luxus, den wir uns einfach nicht mehr leisten können. Dann würde sich das von selber lösen. Plakativ gesagt, wir Menschen können weiter Auto fahren oder überleben. Siehe dazu auch den Beitrag "Alarmstufe rot" für das Weltklima.

Demonstrationen beim Landhaus in Bregenz

Am 31. Jänner 2024 war wieder eine Sitzung des Landtages. Detail am Rande: Auf der Tagesordnung unter TOP 7 ein Antrag aller Fraktionen, die Bundesregierung möge Bestimmungen zum Versammlungsrecht, d.h. hier zur "Bannmeile" konkretisieren. Der Anlass sind die Demos der Klimaaktivisten, d.h. unser Landtag will jetzt ganze 24 Stunden nicht an seine Verantwortung für den Schutz des Menschen (den das ist die bessere Bezeichnung für Klimaschutz) erinnert werden.

Anmerkung: Das Versammlungsverbot während einer Sitzung entbehrt natürlich nicht jeglicher sinnvollen Überlegung. Aber es würde genügen, das Innere des Gebäudes "zu schützen". Andererseits ist die Sitzung selber ja öffentlich und Zuhörer sind erlaubt. Und in das Gebäude kommt man ohne Kontrolle wie am Flughafen sowieso nicht.

Die Versammlung der  "GrosselternGeneration für EnkelkinderGeneration" war angemeldet. Demonstriert wurde für ernsthaften Klimaschutz=Menschenschutz und gegen nicht mehr in die Zeit passende Straßenbauprojekte wie den Stadttunnel in Feldkirch.

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A4 Flyer zur Veranstaltung

Mehrere Medien haben berichtet, darunter der FALTER in seinem Nachhaltigkeits-Newsletter und ORF Vorarlberg.

Zu den nicht angemeldeten Demos

Zuletzt wurde regelmäßig am Tag der Landtagssitzung vor dem Landhaus demonstriert, jeweils ab 12:30, also in der Mittagspause der Sitzungen. Die Demos waren nicht angemeldet und an die hundert Aktivisten sind mit Anzeigen konfrontiert, die sie bewußt im Sinne von zivilem Ungehorsam heraufbeschwört haben. Die VN hat dazu einen Leserbrief von Karlheinz Zeiner veröffentlicht. In dem Brief fordert er einen Mobilitäts- und Klimagipfel für Vorarlberg. Die Landesregierung und das Energieinstitut produziert am laufenden Band Hochglanzbroschüren zu den Schlagworten "Energieautonomie, "zukunftsfit", "enkeltauglich", "Bodenstrategie", "regionale Produkte", "Respektiere deine Grenzen". Wenn wir Wohlstand, Konsum, Wachstum und Mobilität nicht neu denken, dann ist das alles Schall und Rauch. Dazu passende Lektüre, die wir gerne den Mitgliedern des Landtages und der Regierung empfehlen, gäbe es genug. Drei Beispiele:

  • Ein neues Buch von Helga Kromp-Kolb, "Für Pessimismus ist es zu spät - Wir sind Teil der Lösung"
  • Ein Artikel zur Zukunft der Mobilität
  • Ein Projekt zum Gütertransport in der Schweiz, das man statt einer S18 bis zum Güterbahnhof Wolfurt verlängern könnte

Warum dieser zivile Widerstand? Die Politik handelt grob fahrlässig! Wir müssen handeln - sofort!

Wir können nicht weiter machen wie bisher, es geht einfach nicht, es wäre grob fahrlässig. Das Jahr 2023 zeigte sich als Jahr mit neuen Temperaturrekorden und Katastrophen. Es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit das bisher wärmste Jahr seit 125.000 Jahren.

Das berichten ab 8. Nov. mehrere Medien. (z.B. spektrum.de). Schon vorher warnen zahlreiche Wissenschaftler vor einem lebensbedrohlichen Zustand der Erde. Sie analysierten 35 Parameter des Planeten, 20 davon liegen im Bereich neuer Extreme. Man betrete in Sachen Klimastatus unbekanntes Terrain. Sie stellen fest, dass die reale Situation schlimmer ausfällt oder früher eintritt, als erwartet. Link zum Originalartikel in Biosience

Das zeigt sich auch bei den Temperaturen in Bregenz. In den Klimaszenarien (9/2016) für Vorarlberg erwartet man für die Sommermonate in der Periode 2071 - 2100 einen Anstieg der Temperatur von 2,5° (Klimaschutzszenario) und 4,8° (business-as-usual also das "weiter wie bisher" Szenario).

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Bild: Abweichung der Temperatur vom früheren Mittelwert, Bildquelle: Der Standard

Wir sind also schon jetzt (40 bis 50 Jahre früher) weit über dem Klimaschutzszenario.

Die Scientists for Future haben beim Leopold Figl Denkmal auf dem Minoritenplatz vor dem Bundeskanzleramt der Skulptur die Augen verbunden. Vier Jahre nach der Anerkennung des „Klimanotstandes" durch den Nationalrat taumle die Regierung um Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) „blind in die Klimakatastrophe". Im Gegensatz zu einst versprochenen Fortschritten im Klima- und Umweltschutz sei Österreich „am Weg zurück". Das gilt beispielhaft für den Verkehrssektor, in dem politisch keine sinnvollen Maßnahmen gesetzt wurden, so Barbara Laa vom Institut für Verkehrswissenschaften an der TU Wien. Die einzigen positiven Effekte brachten die Pandemie und die hohen Spritpreise.

Berechtige Forderungen

Es ist absurd: Menschen, die hier die dringende Kurskorrektur genau an jenem Ort verlangen, an dem jene Menschen zusammentreffen, die das unterlassen, was notwendig wäre, müssen mit einer Strafe rechnen. Menschen, die grob fahrlässig handeln, kommen ungestraft davon.

Aus einem Artikel in der Wiener Zeitung: Mit den Gegner:innen hat man allerdings auf den Regierungsebenen leben gelernt. „Grundsätzliche und fundamentale Zweifler:innen kommen nicht ins Boot“, heißt es auf Anfrage.

Wie kann man besser zum Ausdruck bringen, dass man sich abgeschottet hat, keine Zweifel - auch wenn sie von angesehenen Verkehrswissenschaftler kommen - zulässt. Die Empfehlungen der Bürgerräte, die Verpflichtungen zur Reduktion der THG Emissionen, die historischen Erfahrungen mit Straßenbau zur Entlastung, die Forderung öffentliche Gelder sinnvoller einzusetzen, das alles bekommt den Stempel "fundamentale Zweifler:innen".

Literatur:

In der ausführlichen Arbeit

http://www.verkehrswissenschaftler.de/berichte/bericht_5.htm

setzt sich eine Einzelperson kritisch mit Verkehrsmodellen, Bewertungsverfahren von Straßenbauprojekten etc. auseinander. Das es sich dabei nicht nur um eine Einzelmeinung handelt bestätigt eine weitere Arbeit, die wohl über jeden Zweifel erhaben ist. Eine Kernaussage aus einem Bericht der Wissenschaftlichen Dienste an den Deutschen Bundestag: In dem Dokument werden mehrere Arbeiten zitiert und die meisten Arbeiten bestätigen eindrucksvoll eine These, die der amerikanische Ökonom Anthony Downs vor mehr als vier Jahrzehnten formuliert hat: „Neue Straßen sind kein Mittel gegen Staus, weil sie zusätzlichen Verkehr hervorrufen.“

Man kann sich im Landhaus verbarrikadieren und mit einer Bannmeile den Kontakt und die Diskussion über die Zukunft der Mobilität verhindern. Gute Argumente für noch mehr Investitionen in den bisherigen Weg des Individualverkehrs hat man offensichtlich nicht.

8. Juli 23 - Demonstration in Feldkirch - "Hier wird unsere Zukunft verbaut"

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BildEin starkes Zeichen der laut Mikl-Leitner nicht normalen Menschen. Normal sind jetzt plötzlich die Menschen, die NICHT der Wissenschaft glauben, die eine Kurve in einem Diagramm NICHT extrapolieren können, die deshalb bei der Mathematik Prüfung durchfallen würden. Normal sind Menschen, die allein in Europa mehrere zehntausend Hitzetote in Kauf nehmen, die noch nie dagewesene Flüchtlingströme in Kauf nehmen.

Wir müssen den Individual- und Güterverkehr drastisch reduzieren und nicht mit neuen Straßen verlagern und in Summe erhöhen.

Wir müssen Geld in die Bahn, in den ÖPNV investieren und nicht in Straßen für den Güter- und Individualverkehr. Sonst werden wir die Klimaziele und die Energieautonomie nicht erreichen.

Das sind die einfachen und richtigen Argumente der NICHT normalen Menschen.

5. Juli und 8. Juli 23 - Vortrag zum Gletschersterben und Trauerfeier zur Verabschiedung des Brandner Gletschers

Gebirgsforscher Dr. Wolfgang Gurgiser, Universität Innsbruck macht mit den Zuhörern eine eindrucksvolle Reise durch die Klimageschichte der Erde. Mit Bildern und Diagrammen und Erklärungen dazu, die sowohl die Naturwissenschaftlerin als auch den Laien in den Bann ziehen.

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Bild aus: Marcus Wadsak, Klimawandel - Fakten gegen Fake & Fiction

Zwischen 20.000 und 10.000 vor Christus hat sich die Temperatur pro Jahr um 0,05 Grad pro Jahrhundert erwärmt. In den letzten hundert Jahren hat sich die Temeratur um 1° (also das Zwanzigfache) erhöht und so geht es derzeit beschleunigt weiter.

Einmal mehr zeigt ein Wissenschaftler, wie eindeutig der Zusammenhang zwischen den CO2-Emissionen unserer Zivilisation und dem aktuellen Temperaturanstieg ist. Auch für die kleine Eiszeit hat die Wissenschaft eine plausible Erklärung.

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Zusammenhang zwischen CO2 Konzentration und Temperatur, Bild: herdsoft.com

Die CO2 Konzentration war während des Holozäns ziemlich konstant bei ca. 280 ppm. Jetzt sind wir bei ca. 420 ppm.

Zusammenfassung: Am Ende dieses Jahrhunderts werden die Gletscher der Ostalpen verschwunden sein, in den Westalpen bleiben kleine Reste noch übrig.

In den Alpen müssen wir mit einer Temperaturerhöhung von bis zu 6° rechnen, in Feldkirch und Innsbruck sind wir bereits bei > 2°.