Lösungen und Lösungsvorschläge!

▼ Öffentlicher Verkehr (ÖPNV)

Jetzt, im März 2026 wird wegen der kriegsbedingten Energie-Transport-Krise wieder über den ÖPNV geredet. Als Alternative zum motorisierten Individualverkehr (MIV). In Vorarlberg eine echte Alternative, aber auch in NÖ habe ich zuletzt gute Erfahrungen mit dem ÖPNV gemacht. Die Züge sind gut besetzt, die Buslinien in den Hauptverkehrszeiten füllen die Schüler:Innen und Menschen, die sich kein Auto leisten können. Als Verkehrsmittel, das man auch trotz einem Auto zu Hause verwendet, konnte der ÖPNV in den letzten Jahren keine Zuwächse verzeichnen. Zu den Vorteilen für die Gesundheit wegen dem Fußmarsch zur Haltestelle, einer Entschleunigung des Lebens, jetzt eben auch noch die Möglichkeit, Geld für den Sprit zu sparen. Denn die Jahreskarte fürs ganze Land mit Preisen von € 448,- / 314,- / 229,- ist bei genauerer Betrachtung noch immer günstig (VMOBIL Tariftabelle). Ein Vergleich: Das VN Abo kostet im Normalpreis knapp 720 € / Jahr.

Bedarfsverkehr

Ob eine Intervention/Anregung von uns der Grund war, wissen wir nicht. Aber für die Angebote im Bedarfsverkehr gibt es jetzt für die Buchung auch eine landesweit einheitliche webbasierte Lösung: Fahrt Buchen.

Bedarfsverkehr wird bald nicht als zusätzliches Angebot, sondern als Ersatz für schlecht genutzten Linienverkehr dienen, denn leider müssen die Verkehrsverbünde derzeit über Einsparungen nachdenken. Das wird nicht ohne eine Reduktion des Angebotes gehen. Und die außerhalb der Hauptverkehrszeit schwach besetzten Busse sind ein eingebrachtes Argument. So nach dem Motto: Ja, wenn unser gutes Angebot nicht angenommen wird, dann seid ihr selber schuld. Aber es trifft dann halt die Falschen. Wichtiger wäre, und darüber wird hier auch an anderer Stelle geschrieben, die Push-Faktoren zu aktivieren. Und das wäre vor allem die Bewirtschaftung und Verknappung von Parkplätzen. Dafür fehlt der Politik außerhalb der Städte noch immer der Mut. Für Tempolimits leider auch.

Nachtrag: Noch am selben Tag wurde im Mittagsjournal über Erfolge und Rückschläge im Angebot des ÖPNV berichtet. Und auch der Standard hat dem Thema am Montag einen Artikel gewidmet: Mikro-Öffis am Land...
Der TU-Verkehrsexperte Embacher in dem Artikel: Doch der öffentliche Verkehr muss nicht nur gefördert werden, es brauche auch Begleitmaßnahmen, sagt Emberger. Pkw-Abstellplätze im öffentlichen Raum seien generell zu vermeiden und wenn, dann nicht versiegelt auszuführen und zu bewirtschaften. "Ein Gratis-Parkplatz im öffentlichen Raum ist kein Menschenrecht." Die Politik müsse zudem kontraproduktive Subventionen wie das Dieselprivileg, Firmenautos und die Pendlerpauschale abschaffen, meint der TU-Verkehrsexperte. Statt durch eine Spritpreisbremse weniger Steuern einzunehmen, sollten Geschwindigkeitsbeschränkungen eingeführt werden, sagt Embacher. Denn der Verkehrssektor mache in Österreich rund ein Drittel der Emissionen aus und ist damit nach Energie und Industrie der zweitgrößte Verursacher von Treibhausgasen. Um Klimaschutz sicherzustellen, brauche es einen Umstieg auf Öffis und aktive Mobilität, betont der Verkehrsexperte.

▼ Elektrifizierung von Schleppern in Afrika

Bild

Seit 1999 fördert der Verein "Eine WeltGruppe Schlins | Röns" integrierte ländliche Entwicklungsprojekte in Tansania. 2012 haben sie vor Ort für die Erreichung der Ziele die NGO "RDO-Tanzania" (Rural Development Organization) gegründet. Beim Mobility Projekt geht es darum, Diesel-/Benzin betriebende Fahrzeuge zu vermeiden oder durch Fahrzeuge mit Elektroantrieb zu ersetzen. Es muss ja nicht sein, dass man heute in einem Land in der Phase der Motorisierung den gleichen Fehler nochmals macht und eben NICHT auf die fossilen Antriebe setzt. Natürlich muss man auch die Service- und Ladeinfrastruktur dafür schaffen.
RDO: „In vielen Städten Ostafrikas gibt es bereits Flotten von E-Motorrädern und E-Tuktuks. Bisher sind aber alle Vorhaben gescheitert, batterieelektrisch betriebene Fahrzeuge auf den schlechten und steilen Straßen in den ländlichen Gebieten Tansanias einzusetzen. Trotz ökonomischer und ökologischer Vorteile."
Diese Aufgenstellung landete über Kontakte an der FH Vorarlberg: Drei Studenten der Mechatronik haben an der FH als Pilotprojekt einen Schlepper mit Benzinmotor erfolgreich auf einen Elektro-Schlepper umgebaut und mit robuster Elektronik und Sicherheitseinrichtung ausgestattet. Das zweite Exemplar wurde dann bereits vor Ort in Tansania aufgebaut, getestet und verwendet. Die Firma REB.Systems für eine Serienproduktion in Tansania ist bereits gegründet.

Mehr Informationen dazu gibt es hier:
Eine Welt Gruppe Schlins | Röns
Projektbericht der Studenten an der FH Vorarlberg
REB.Systems

► Packerlflut aus China, Steuergerechtigkeit oder wo bleibt die Macht der Konsumenten und Wähler?

► Schulweg und kindgerechtes Verkehrssystem

► Autofreie Dorfzentren

► Mobilitätswende in Paris

► Temporeduktion

► Gestaltung der Straßen

► Parkraumbewirtschaftung

► Elektroautos als Batteriespeicher

► theWeek

► PURE GUIDE für nachhaltige Angebote in Vorarlberg

► KLIMACENT - Die freiwillige CO2 Bepreisung um die Wende vor Ort einzuleiten

► Die kleinen Dinge

► Bürgerräte

► Modellstadt St. Pölten

► Aktive Mobilität - Eine Plädoyer fürs zu Fuß gehen

► Bahn zum Berg - Öffi Touren Portal

► VLOW - App für die Organisation von Fahrgemeinschaften