Lösungen und Lösungsvorschläge!
▼ ECO Points - Das Punktesystem für nachhaltige Mitarbeitermobilität
Wie legen wir den Weg zum Arbeitsplatz zurück? Das ist einer der wichtigsten Hebel für eine Reduktion des MIV. 34% der Wege entfallen auf den Weg zum Arbeitsplatz oder sind dienstlich zurückgelegte Wege. Schon viele Jahre gibt es die ECO - Points um Mitarbeiter zu motivieren, den Weg zum Arbeitsplatz klimaschonend und/oder gesundheitsfördernd zurückzulegen. 2017 wurde diese Idee und deren Realisierung mit dem VCÖ Mobilitätspreis ausgezeichnet.
Über eine Webseite, eine App oder ein Zutrittssystem geben MitarbeiterInnen an, mit welchem Transporttyp (öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad, Auto, …) die Anreise und Rückreise zum Arbeitsplatz erfolgt. Zusätzlich erfolgt die Eingabe der zurückgelegten Kilometer und die Angabe, ob ein Parkplatz benötigt wurde. Die MitarbeiterInnen erhalten dafür EcoPoints, die sie gegen Vergünstigungen oder Produkte eintauschen können.
Mehr dazu hier: ECO Points
▼ Erfolgreiches Mobilitätsmanagement von Gemeinden und Städten
Zitat VCÖ: Die Mobilität in Städten steht oft im Fokus der öffentlichen Diskussion, deutlich weniger Aufmerksamkeit wird der Mobilität in Gemeinden und Kleinstädten geschenkt. Dabei ist hier die Herausforderung, der Bevölkerung ein umfassendes Mobilitätsangebot zu bieten, besonders groß. Aber es gibt auch etliche Good-Practice-Beispiele, die ihrer Bevölkerung ein vielfältiges und umweltverträgliches Mobilitätsangebot zur Verfügung stellen. Einige dieser Beispiele wurden am 9. Juli bei der VCÖ-Online-Fachveranstaltung vorgestellt, an der mehr als 230 Interessierte teilgenommen haben.
Für Vorarlberg und aktuell für die REGIO Vorderland interessant die beiden Vorträge mit den Referenten Christoph Breuer und Martin Reis, auch für jene Gemeindeverterter:innen, e5-Teams und MItglieder in einem Ausschuss, der sich mit Mobilität befasst, welche die Informations-Veranstaltung am 9. Juni in Rankweil versäumt haben. Auch dort wurde die Parkraumbewirtschaftung der Plan B Gemeinden vorgestellt. Hoffenlich trauen sich auch bald die Gemeinden des Vorderlandes.
► Mobilität gestalten - Vorzeigeprojekte im Gespräch
der VCÖ hat vor Kurzem eine Podcast-Reihe gestartet. Das neue Audioformat „Mobilität gestalten – Vorzeigeprojekte im Gespräch“ ist ein Blick hinter die Kulissen und mitten in die Praxis der Verkehrswende. In einem Beitrag spricht Michael Schwendiger mit Caroline Jäger über den Popup Dorfplatz in Hittisau. Michael Schwendinger kenne ich seit seiner Kindheit und mit Caroline Jäger war ich (Karlheinz) für die Broschüre des Energieinstitutes zum Thema Fußwege im Kontakt.

Bild: VCÖ
Hier geht es zum ersten Beitrag dieser Podcast-Reihe: Podcast Mobilität gestalten
Hittisau wird auch im Abschnitt Autofreie Dorfzentrum erwähnt.
► Öffentlicher Verkehr (ÖPNV)
Linien- und Bedarsfverkehr
Jetzt, im Frühjahr 2026 wird wegen der kriegsbedingten Energie- und Transport-Krise wieder über den ÖPNV als Alternative zum motorisierten Individualverkehr (MIV) geredet. In Vorarlberg sind die Züge gut besetzt, die Buslinien in den Hauptverkehrszeiten füllen die Schüler:innen und Menschen, die sich kein Auto leisten können. Als Verkehrsmittel, das man auch trotz einem Auto zu Hause verwendet, konnte der ÖPNV in den letzten Jahren keine Zuwächse verzeichnen. Zu den Vorteilen für die Gesundheit wegen dem Fußweg zur Haltestelle, einer Entschleunigung des Lebens, jetzt eben auch noch die Möglichkeit, Geld für den teureren Sprit zu sparen. Denn die Jahreskarte fürs ganze Land mit Preisen von € 448,- / 314,- / 229,- ist bei genauerer Betrachtung noch immer günstig (VMOBIL Tariftabelle). Ein Vergleich: Das VN Abo kostet im Normalpreis knapp 720 € / Jahr. Täglich den ÖPNV benützen könnte doch auch so selbstverständlich sein, wie täglich Zeitung lesen. Mit einer bereits gekauften Jahreskarte kommt man "gratis" zu dem Event, über das man vorher oder nachher in der Zeitung liest.
Bedarfsverkehr
Ob eine Intervention/Anregung von uns der Grund war, wissen wir nicht. Aber für die Angebote im Bedarfsverkehr gibt es jetzt für die Buchung auch eine landesweit einheitliche webbasierte Lösung: Fahrt Buchen. Es wird auch daran gearbeitet, wieder eine Buchung per Telefon zu ermöglichen.
- VMOBIL
- VV Oberes Rheintal - YOYO
- VV Oberes Rheintal - Bedarfsverkehr
- Landbus Unterland - Anrufbus
- Stand Montafon - Anrufsammeltaxi
- Webseite zum Bedarfsverkehr in Österreich
Ein Problem wird hier auch sichtbar: In Vorarlberg kocht trotz dem Dach VMOBIL jeder Verkehrsverbund auch sein eigenes Süppchen. Aber immerhin hat man sich für eine Buchungsvariante auf eine gemeinsame App bzw. Webseite geeinigt.
Bedarfsverkehr ist derzeit noch ein zusätzliches Angebot, könnte aber in Zukunft auch als Ersatz für schlecht genutzten Linienverkehr dienen, denn auch die Verkehrsverbünde werden zu Einsparungen gezwungen. Das wird nicht ohne eine Reduktion des Angebotes gehen. Und fast leere Busse sind nicht so einfach als trotzdem wichtig zu argumentieren und erweisen sich als nicht angenommenes Angebot. Das sind auch die Folgen von nicht ausgeglichenen Push- und Pull Maßnahmen. Aber es trifft dann halt die Falschen. Ein wichtiger Push-Faktor wäre vor allem die Bewirtschaftung und Verknappung von Parkplätzen. Dafür fehlt der Politik außerhalb der Städte noch immer der Mut. Für Tempolimits unterhalb von 50 km/h auf Landesstraßen leider auch. Da blockieren die Bezirkshauptmannschaften als dem Land untergeordnete Dienststellen.
Nachtrag: Noch am Tag der Entstehung dieses Beitrags wurde im Mittagsjournal über Erfolge und Rückschläge im Angebot des ÖPNV berichtet. Und auch der Standard hat dem Thema einen Artikel gewidmet: Mikro-Öffis am Land...
Der TU-Verkehrsexperte Embacher in dem Artikel: Doch der öffentliche Verkehr muss nicht nur gefördert werden, es brauche auch Begleitmaßnahmen, sagt Emberger. Pkw-Abstellplätze im öffentlichen Raum seien generell zu vermeiden und wenn, dann nicht versiegelt auszuführen und zu bewirtschaften. "Ein Gratis-Parkplatz im öffentlichen Raum ist kein Menschenrecht." Die Politik müsse zudem kontraproduktive Subventionen wie das Dieselprivileg, Firmenautos und die Pendlerpauschale abschaffen, meint der TU-Verkehrsexperte. Statt durch eine Spritpreisbremse weniger Steuern einzunehmen, sollten Geschwindigkeitsbeschränkungen eingeführt werden, sagt Embacher. Denn der Verkehrssektor mache in Österreich rund ein Drittel der Emissionen aus und ist damit nach Energie und Industrie der zweitgrößte Verursacher von Treibhausgasen. Um Klimaschutz sicherzustellen, brauche es einen Umstieg auf Öffis und aktive Mobilität, betont der Verkehrsexperte.
Wanderbusse
Kürzlich waren wir im Großen Walsertal als Wanderer unterwegs. Nicht gerade ein Traum, welche Wege bis zu entlegenen Alpen asphaltiert sind. Die Vorteile für die Bewirtschaftung sehen wir. Und die Vorteile für Wanderer sollen hier am Beispiel Walsertal auch genannt werden:
Alpbus Großes Walsertal
Naheliegender und meist genannter Vorteil gegenüber der An- und Rückreise mit dem privaten PKW: Man muss nicht zum Ausgangspunkt zurückkehren.
► Elektrifizierung von Schleppern in Afrika

Seit 1999 fördert der Verein "Eine WeltGruppe Schlins | Röns" integrierte ländliche Entwicklungsprojekte in Tansania. 2012 haben sie vor Ort für die Erreichung der Ziele die NGO "RDO-Tanzania" (Rural Development Organization) gegründet. Beim Mobility Projekt geht es darum, Diesel-/Benzin betriebende Fahrzeuge zu vermeiden oder durch Fahrzeuge mit Elektroantrieb zu ersetzen. Es muss ja nicht sein, dass man heute in einem Land in der Phase der Motorisierung den gleichen Fehler nochmals macht und eben NICHT auf die fossilen Antriebe setzt. Natürlich muss man auch die Service- und Ladeinfrastruktur dafür schaffen.
RDO: „In vielen Städten Ostafrikas gibt es bereits Flotten von E-Motorrädern und E-Tuktuks. Bisher sind aber alle Vorhaben gescheitert, batterieelektrisch betriebene Fahrzeuge auf den schlechten und steilen Straßen in den ländlichen Gebieten Tansanias einzusetzen. Trotz ökonomischer und ökologischer Vorteile."
Diese Aufgenstellung landete über Kontakte an der FH Vorarlberg: Drei Studenten der Mechatronik haben an der FH als Pilotprojekt einen Schlepper mit Benzinmotor erfolgreich auf einen Elektro-Schlepper umgebaut und mit robuster Elektronik und Sicherheitseinrichtung ausgestattet. Das zweite Exemplar wurde dann bereits vor Ort in Tansania aufgebaut, getestet und verwendet. Die Firma REB.Systems für eine Serienproduktion in Tansania ist bereits gegründet.
Mehr Informationen dazu gibt es hier:
Eine Welt Gruppe Schlins | Röns
Projektbericht der Studenten an der FH Vorarlberg
REB.Systems
► Autofreie Dorfzentren
Was ich mich oft frage: Es gibt mittlerweile viele autofreie Stadtzentren, in Bregenz, in Feldkirch, Bludenz, Hohenems, Dornbirn und in zig anderen Städten in Österreich und anderen Ländern. Und es funktioniert, fast alle sind zufrieden. Das Leben kehrt zurück, die Zahl der Lokale und Geschäfte steigt und sie sind gut besucht. Warum machen das die Dörfer nur vereinzelt nach? Auf der Suche nach autofreien Dörfern finde ich einen Wikipedia Eintrag dazu und besonders viele Orte in der Schweiz: Belalp, Bettmeralp, Braunwald, Eggberge, Fextal, Fiescheralp, Gimmelwald, Grächen, Gspon, Landarenca, Lauchernalp, Mürren, Niederrickenbach, Quinten, Rasa, Rigi Kaltbad, Riederalp, Rosswald, Saas-Fee, Schatzalp, Stoos, Wengen, Wirzweli. Wobei auf die spezielle Situation in der Schweiz hingewiesen wird, speziell in Graubünden. Aber auch in Vorarlberg gibt es Beispiele für aufgelassene Parkflächen oder Wohnbauprojekte mit autofreien Zonen: In Hittisau den Pop-Up Dorfplatz von Juni bis Oktober, die Siedlung Maierhof in Bludenz, der Bereich um das BUGO in Göfis.
Zwei Beispiele für den Platz vor dem Gemeindeamt: Steinbach am Attersee oder Klaus in Vorarlberg

► Mobilitätswende in Paris
Kaum eine Stadt setzt so konsequente und erfolgreiche Maßnahmen für eine Verkehrswende als Paris.
Mit einem Plan Vélo 2021-2026 ist man dabei 250 Mio. Euro in den Bau von Fahrradstraßen zu investieren und hat damit bereits mehr als 1000 km davon gebaut. Zwischen Oktober 2022 und Oktober 2023 hat sich der Fahrradanteil im Modal-Split verdoppelt.
Im Zentralraum von Paris hat sich der MIV von 2002 bis 2023 um 54% reduziert. Zwischen dem Zentralraum und der Peripherie um 20,4%.
Im März 2025 haben die Pariser Bürger für eine weitere Reduktion des Autoverkehrs gestimmt. Konkret sollen in den kommenden drei bis vier Jahren etwa 500 Straßen für den Autoverkehr gesperrt und in grüne Fußgängerzonen umgewandelt werden. Dies bedeutet den Verlust von rund 10.000 Parkplätzen und eine erhebliche Reduzierung des motorisierten Verkehrs in der Stadt. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Luftqualität zu verbessern, den Lärm zu reduzieren und die Stadt an den Klimawandel anzupassen.
Bereits in der Vergangenheit hat Paris mit einschneidenden Veränderungen auf sich aufmerksam gemacht. So wurde 2021 flächendeckend Tempo 30 eingeführt, mit Ausnahme einiger Hauptverkehrsstraßen. Zudem sind viele Straßen in der Nähe von Schulen mittlerweile autofrei. Auch gegen die massive Nutzung von E-Tretrollern hat die Stadtverwaltung durch ein Verbot von Mietrollern konsequent gehandelt. Darüber hinaus wurden höhere Parkgebühren für SUVs und andere schwere Fahrzeuge eingeführt, um den Anreiz für umweltfreundlichere Mobilitätsformen zu erhöhen.
Diese Maßnahmen haben nicht nur Befürworter. Während Umweltaktivisten und Stadtplaner die Veränderungen begrüßen, gibt es auch Kritik von Pendlern und Geschäftsleuten, die Einschränkungen für den Individualverkehr befürchten. Dennoch zeigt sich, dass Paris entschlossen ist, seinen Kurs fortzusetzen. „Wir müssen den Platz in unseren Städten gerechter verteilen – weg von Autos, hin zu Menschen und Natur“, betont Bürgermeisterin Anne Hidalgo.
Quelle: lebens-welt.de
► Temporeduktion
Tempo 30
Viele Gemeinden leiden unter dem Verkehr auf den Landesstraßen, die oft mitten durch die Ortschaft führen. 5000 Fahrzeuge und davon 500 Schwerfahrzeuge oder mehr sind typische Werte auf den Landestraßen im Rheintal. Siehe dazu die Dauerzählstellen, die man im VOGIS Atlas abfragen kann. Bisher war es aufwendig und selten erfolgreich bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft eine Temporeduktion auf 40 oder 30 km/h genehmigt zu bekommen. Seit 1. Juli 2024 sollte das jetzt durch eine Novelle der StVO deutlich einfacher sein. Wie restriktiv die Behörden den Kriterienkatalog (exemplarisch werden Kindergärten, Schulen, Altenheime angeführt, die an der Straße liegen) handhaben, kann man noch nicht beurteilen. Auch in den Nachbarländern Baden-Würthenberg und in der Schweiz geht man vermehrt diesen Weg, um den Verkehr auch auf Landesstraßen zu beruhigen. Natürlich macht das nur Sinn, wenn auch auf den Gemeindestraßen Tempo 30 gilt. Artikel dazu und zu den Vorteilen von Tempo 30 findet man genug, hier ein paar weiterführende Links:
Österreich: VCÖ
Schweiz: Beratungstelle für Unfallverhütung
Deutschland: Umweltbundesamt (PDF Dokument)
Deutschland, Europa: Auch die Seite https://de.30kmh.eu/fakten-aus-europaeischen-staedten/ enthält viele Informationen und vor allem weiterführende Links zu Erfahrungsberichten aus den Städten Berlin, Bristol, Buxtehude, Darmstadt, Edinburgh, Freiburg, Göteborg, Graz, Helsinki,Hull, Köniz, London, Madrid, Metz, Oxford, Zollikon, Zürich
Man muss in allen Ländern noch gut argumentieren, um Tempo 30 durchsetzen zu können. In Baden-Württemberg scheint Lärmreduktion ein akzeptiertes Ziel zu sein. Wir betrachten Tempo 30 als wichtige PUSH-Maßnahme für die Verlagerung des Verkehrs auf andere Verkehrsmittel oder übergeordnete Straßen. Das Resultat einer Recherche zum Verkehr auf den Landesstraßen im Umfeld von Klaus, Weiler, Fraxern und zu Tempo 30 gibt es hier zum Nachlesen: Walgaustraße.pdf
Weniger zimperlich ist man in Großstädten wie Helsinki oder Paris. Helsinki hatte vom Juli 2024 bis Juli 2025 keine Verkehrstoten. Neben einer Fülle von anderen Maßnahmen ist ein Grund Tempo 30 im Großteil des Stadtgebietes. Bericht dazu auf tagesschau.de
Roni Utriainen ist der verantwortliche städtischer Verkehrsingenieur in Helsinki. Lesen Sie hier ein Interview mit ihm, das der Verein Bajour (Basel) geführt hat: Interview
In Klaus in Vorarlberg setzen sich Bürger:innen für Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung auf der Walgaustraße ein. Auf dem Bild die zugehörige Versammlung im September 2025.

Hier geht es zur beendeten Petition, die am 26. Nov. dem Bürgermeister Simon Morscher überreicht wurde.
Tempo 30 / 80 / 100
Die Temporeduktion auf Autobahnen und Landesstraßen ist eine mittlerweile schon jahrelange Forderung. Vor allem wurde und wird sie noch immer als selbstverständlichste und billigste Maßnahme verlangt, um die THG-Emssionen und den Energieverbrauch des Verkehrs zu reduzieren. Es war und ist das eine zentrale Forderung des Klimarates, der Scientist for Future und des VCÖ. Fakten zur Wirkung von Temporeduktion findet man auch beim UmweltbundesamtAutos, wie sie heute unterwegs sind, zeigen den Effekt in der Anzeige des aktuellen Verbrauchs ja deutlich an.
Unsere Partnerorganisation verkehrswende.at hat eine Petition für eine Reduktion der Tempolimits auf Autobahnen, Freilandstraßen und im Ortsgebiet eingebracht.
Das ist der Link auf die Petition auf der Parlamentsseite: https://www.parlament.gv.at/gegenstand/XXVIII/BI/30
Man kann die Petition dort auf einfachr Weise unterstützen.
► Gestaltung der Straßen
Selbst bei Straßen mit einem
Fahrradstreifen wird für mich die Gehsteigkante zum Horror, wenn ich einen LKW oder Bus im Nacken habe.
Schlage ich jetzt mit dem Pedal auf, wenn ich nach rechts rücke und weitertrete? Oder soll ich provokant nach
links rücken, um meinen Platz zu behaupten? Im Bild die L50 in Weiler. Mit markiertem, schmalen Fahrradstreifen, der den neuen Mindestabstand von 1.5 m nicht signalisiert.
Wesentlich wohler fühle ich mich hier in Klaus bei einem Gehsteig, auf den ich unter Beachtung eines
(seltenen) Fußgängers in der Situation flüchten kann. Im Bild die L50 in Klaus. Ich weiß, es gibt auch
Argumente gegen diese Form der Gestaltung von Gehstreifen, auf die man nicht hochsteigen (Gehsteig) muss.
Insbesondere das Argument, die Gehsteige würden dann auch von den Autos befahren. Andereseits lese ich als
Argument für Straßenbereiche auf gleichem Niveau, das würde den Eindruck eines gemeinsamen Raumes erwecken,
auf dem man aufeinander Rücksicht nimmt. Das ist das Hauptmerkmal einer Begegnungszone. Aber das wirkt sicher
auch gut in Tempo 30 Zonen. Ich würde mir diese Form auch bei Tempo 50 auf Landesstraßen wünschen und
vorschlagen. (K. Zeiner, beide Bilder Google-Street-View)
► Parkraumbewirtschaftung
Oft ist es gar nicht leicht, einen Beitrag richtig in die Themenfelder dieser Seite einzuordnen. Aber Parkraumbewirtschaftung kann und muss Teil einer Lösung dafür sein, den Verkehr zu reduzieren bzw. auf den ÖPNV und sanfte Mobilitätsformen zu verlagern.
Update: Wien hat die Jahreskarte für den ÖPNV von € 365,- (die jetzt 13 Jahre gehalten haben) auf € 467,- erhöht. Ob das gut ist, kann man diskutieren, ob der Budgetsituation ist es nachvollziehbar. Nicht nachvollziehbar ist aber der Preis für das Jahresparkticket, das zwar auch teurer wurde, aber mit € 156,- pro Jahr zu billig ist. Lesen Sie dazu einen Kommentar der Verkehrswissenschaftlerin Barbara Laa im Standard.
Der VCÖ hat kürzlich dazu folgenden Blog veröffentlicht. Karlheinz Zeiner hat für Vorarlberg berechnet: Die 223.000 PKW's (570 pro 1000 Einwohner) und 23.000 LKW's benötigen ohne Fahrgassen und andere Erschliessungsflächen nur zum herumstehen mindestens 4 Millionen m² (400 ha) Parkfläche, das entspricht mehr als der halben Siedlungsfläche von Lustenau. Bei Grundstückspreisen jenseits von 1.000 € / m² haben diese Flächen einen Wert von 4 Milliarden Euro. Richtig wäre, auch im ländlichen Raum auf öffentlichen Plätzen Parkgebühren einzuheben.
Innichen im Südtirol ist größtenteils ein autofreies Dorf mit konsequenter Bewirtschaftung der Parkplätze (Link zu den Gebühren).
Laut dem Bürgermeister wurde das System vor Jahren knapp nach der Wahl eingeführt. Bis zur nächsten Wahl war das "gegessen". Also werte Bürgermeister und Gemeindevertretungen: Traut euch!
Den Erfolg dieser und anderer Maßnahmen sieht man in einem Bild zum Modal-Split aus einem Dokument zum Verkehrskonzept

Bild: Modal-Split, Quelle: Entwurf Verkehrskonzept, Marktgemeinde Innichen
Bildtext: Die Verkehrmittelwahl sowohl bei allen Wegen, wie auch bei den Einkaufswegen zeigt ein nahezu ideales Profil, wie in keiner anderen bekannten Gemeinde Südtirols (Fuß..Anteil der Wege zu Fuß; Rad..Anteil der Wege mit dem Fahrrad, MIV..Anteil der Wege mit dem Auto; Motorisierter Individualverkehr), ÖPNV.. Öffentlicher Verkehr)
Noch ein Absatz aus dem Dokument als Vorbemerkung zur Beurteilung von mehreren Varianten zu Verkehrslösungen mit Umfahrungsstraßen:
Die vorgelegten Varianten entsprechen im Wesentlichen dem Denkschema traditionell ausgebildeter Verkehrsplaner, die vor allem zügige Lösungen für den Auto-Fließverkehr beabsichtigen.
► Elektroautos als Batteriespeicher
Windenergie und PV-Anlagen sind der Schlüssel zur Energiewende. Bei der letzten Tagung zur Energieautonomie konnte man einen Eindruck davon gewinnen, welche Probleme im Stromnetz dadurch zu meistern sind. An einem Sommertag git es tagsüber Zeiten, in denen man Geld dafür bekommt, wenn man Strom abnimmt.

Die Prognose für den Feiertag am 19. Juni um 13:00 ist - € 80,- / MWh.
Stationäre Batteriespeicher und Pumpspeicherkraftwerke können diese Mengen immer öfters nicht mehr abnehmen. Der Umstieg auf erneuerbare ist also ein ziemlich komplexe Sache. Wir haben noch detulich zu wenig Möglichkeiten, diese Überschüsse zu speichern, vor allem auch vom Sommer in den Winter zu bringen. Eine Chance für die Tagesfluktuationen sind Elektrofahrzeuge, die mit einer bidirektionalen Lademöglichkeit ausgestattet sind. Sie können wie „Batterien auf Rädern“ fungieren, die in Zeiten eines Überangebots Strom aufnehmen und bei höherer Nachfrage wieder abgeben. Allerdings muss man dafür so rasch als möglich die technischen und strukturellen Rahmenbedingungen dafür schaffen.
Ein Zitat aus dem Artikel: Das bidirektionale Laden wird uns kostenlos Batterien auf Rädern zur Verfügung stellen. Das stimmt so nicht ganz, bzw. Man könnte ähnlich vereinfachend sagen: Diese Technologie wird uns kostenlos zusätzlich zur Speicherung ein Fahrzeug zur Verfügung stellen.
► theWeek
The Week ist ein gemeinnütziges Projekt, das sich dem Verständnis des Klimawandels widmet und Menschen dazu aufruft, etwas zu tun. Ursprünglich als Zoom-Meetings vom Paar Helene Gerin & Frederic Laloux gestartet, hat sich das Projekt zu einer Filmserie und der Anleitung und Motivation für einen Dialog in einer Gruppe entwickelt. Ziel ist, den Ernst der Situation klar zu machen und möglichst viele Menschen davon zu überzeugen, dass wir noch deutlich mehr als bisher tun müssen, um abzuwenden, was im ersten von drei Filmen sehr gut aufbereitet als Zukunft dargestellt wird.
Die Initiatoren formulieren es so: „Ihr könnt in einer alten, aussterbenden Geschichte bleiben, für die eure Kinder euch wahrscheinlich die Schuld geben werden. Oder ihr schließt euch einer besseren Geschichte an und werdet für euren Einsatz gefeiert!“
Karlheinz hat in einer kleinen Gruppe die drei Filme angeschaut und die anschliessend in der Gruppe zu führenden Gespräche geführt. Beeindruckt haben ihn die Menschen, die da zu Wort kommen. Um wirklich mitzumachen muss man sich mit einer Mail-Adresse registieren, kann dann eine Gruppe zusammenstellen und die drei Filme und anschliessenden Gespräche an drei Tagen einzeln oder gemeinsam anschauen und besprechen. Dann hat man auch Zugang zu den Ressourcen auf der Webseite. Das sind sehr umfangreiche Zusammenfassungen und Angaben zu den Inhalten der Filme aber auch Angebote, um das Gesehene psychisch zu verarbeiten.
Der erste Film schildert den Zustand der Welt in drei Themenfeldern:
- Zusammenbruch der Artenvielfalt
- Verschmutzung
- Klimaerwärmung

Bild zu den planetaren Grenzen: Potsdam Institut
Der zweite Teil geht mit den Themen Lebensmittelproduktion, Verbrauch und Energie der Frage nach, wie wir uns das eingebrockt haben. Die Kernantwort: Mit dem "Immer mehr und noch mehr". Der Film endet mit Lösungen wie "regenerativer Landwirtschaft, Wiederverwendung, gemeinsame Nutzung von Geräten und Werkzeug.
Und natürlich ist das Thema des dritten Teils: Was können wir tun?
Erfahre mehr zu diesem Projekt hier: https://www.theweek.ooo
► PURE GUIDE für nachhaltige Angebote in Vorarlberg

Der pure.GUIDE ist die umfassendste Plattform für nachhaltige Angebote in Vorarlberg, schnell und einfach nutzbar als WebApp, optimiert fürs Smartphone. Auf interaktiven Karten findet ihr unter anderem:
- Gastronomie, inkl. Berghütten mit pflanzlichem Angebot
- Lebensmittel: Bio-, unverpackt- regional & fair
- Faire Artikel, Reparatur-Cafés, Second-Hand & mehr
- Initiativen wie Offener Kühlschrank, Reparatur-Cafés,...
Dazu gibt’s Wissen zu nachhaltiger Mobilität, pflanzlicher Ernährung und Zero-Waste-Praktiken. Schnell, einfach, praxisnah. -> www.pure.guide
Da passt noch ein Artikel in den News von "Spektrum der Wissenschaft" dazu: Nachhaltigkeit macht glücklich . Die Umweltpsychologie meint, wer im Alltag auf Ökologie setzt, tut nicht nur der Umwelt etwas Gutes: Umweltfreundliches Handeln steigert auch das eigene Wohlbefinden.
► KLIMACENT - Die freiwillige CO2 Bepreisung um die Wende vor Ort einzuleiten

Das ist die Vision vom KLIMACENT:
Eine ökosoziale Kreislaufwirtschaft – Kostenwahrheit bei Energie, Lebensmittel und Ressourcenverbrauch –
Ausführungsgesetze, welche eine Klimaneutralität sicherstellen.
Um diesen „Ziel-Zustand“ Schritt für Schritt voranzutreiben, gibt es Menschen und Organisationen, welche
Verantwortung für ihre verursachten CO2-Emissionen übernehmen und ihre Werthaltung öffentlich dokumentieren.
Das konkretes Ziel: Wir wollen 3,5 % der Bevölkerung/Wirtschaft zu einem CO2-Kostenbeitrag gewinnen, um damit einerseit die Umsetzung von regionalen Klimaschutzprojekten zu beschleunigen und andererseit durch die Veröffentlichung der gemeinsamen Werthaltung die erforderlichen Ausführungsgesetze zu ermöglichen.
Die Strategie: Bündelung der individuellen CO2-Kostenbeiträge in Projektfonds, welche unter Kontrolle von NGO’s und Umweltteams eine Finanzierung – und damit eine Projektumsetzung in den verschiedenen Handlungsfeldern sicherstellen.
Mehr zum Climacent finden Sie hier: https://klimacent.at/
► Die kleinen Dinge
EINFACH MACHEN
Mit „Einfach Machen“ wird ein
wachsendes Programm an unterschiedlichsten DoItYourself -Veranstaltungen geboten und da
wird ab sofort gemeinsam gewerkelt, gebaut, gepflanzt, gebohrt und einfach gemacht.
https://einfachmachen.community/
Auf dieser Seite wird auch das Projekt "Ein guter Tag hat 100 Punkte" beworben:
Ein guter Tag hat 100 Punkte

Bewerten Sie ihr persönliches Verhalten in einem Punkteschema: https://www.eingutertag.org/de/
► Bürgerräte
Es würde in Österreich vieles besser gehen, wenn die Regierungen sich ernsthaft mit den Resultaten von Bürgerräten beschäftigen würden. Es gibt Bürgerräte auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene. Die Resultate werden in einer repräsentativen Gruppe von Bürger:innen erarbeitet, dokumentiert und der zuständigen Regierung bzw. dem Parlament übermittelt um dann leider kaum beachtet zu werden. Einige Beispiele:
- Marlene Engelhorn, sie stammt aus der Gründerdynastie der BASF, hat den "Guten Rat für Rückverteilung" initiiert und finanziert. Idee, Fakten, Resultate
-
Das Klimavolksbegehren hat die Durchführung eines Klimarates
erreicht.
Die Dokumentation des Prozesses und der Ergebnisse des Klimarates findet man hier: https://klimarat.org/
In diesem Umfeld hat die Zukunftsallianz einen Zukunftsplan entwickelt. Wie? Von Februar bis Oktober 2024 wurden von Menschen aus ganz Österreich in 60 Workshops in 50 Gemeinden und mit über 800 Online-Beiträgen Wünsche und Ideen für die Zukunft eingebracht. Das Ergebnis ist ein Plan von der Bevölkerung für die Bevölkerung.
Bürgerräte in Vorarlberg (eine Auswahl)
- 2023: Schulen für die Kinder und Jugendlichen unserer Zeit
- 2021: Klimazukunft (der 3. Klimarat von unten, d.h. mit > 1000 Unterschriften erzwungen)
- 2018: Mobilitätskonzept Vorarlberg
- 2017 wurde in Vorarlberg erstmals ein Bürgerrat mit mehr als 1000 Unterschriften von Bürger:innen initiiert: Umgang mit Grund und Boden
Die Regierungsverhandlungen nach der letzten Nationalratswahl waren langwierig und schwierig. Sicher auch, weil im Vordergrund stand darüber zu reden was nicht geht, als vielmehr darüber zu reden, was richtig wäre und umgesetzt werden muss. Ob die Verhandler:innen auch einen Blick auf die Ideen und Forderungen der Bürgerräte werfen? Denn dort würden sie eine Fülle von g'scheiten Lösungen finden, sie würden finden was zu tun ist und was kein "weiter wie bisher" wäre.
Aber auch von der Wissenschaft gibt es dazu genug Vorschläge. Zuletzt in einem
Offenen
Brief für zielorientierte Innovationen im nächsten Regierungsprogramm
, den 340 Wissenschaftler
unterzeichnet haben und an
den Bundespräsident,
den Bundeskanzler,
die Klubdirektor:innen der im Nationalrat vertretenen Parteien,
die Vorsitzenden und Generalsekretär:innen der im Nationalrat vertretenen Parteien,
die Landeshauptfrauen und Landeshauptmänner der Bundesländer,
die Präsident:innen der Kammern und der Industriellenvereinigung
gerichtet haben.
► Modellstadt St. Pölten
Von unseren Partnern in NÖ (Verkehrswende und Radlobby) erreicht uns folgende Nachricht:
Dank zivilgesellschaftlichem Engagement und einem beherzten Vorgehen der scheidenden Bundesregierung – in dem Fall unter Federführung von Bundesministerin Leonore Gewessler – hat in der Region St. Pölten über Jahre hinweg kein weiterer Ausbau des hochrangigen Straßennetzes mehr stattgefunden.
Dies hat gemeinsam mit weiteren sehr vernünftigen stadtplanerischen Maßnahmen den Beweis geliefert, dass Bevölkerungswachstum und Verkehrsreduktion in keinerlei Widerspruch stehen: St. Pölten verzeichnet lt. topaktueller Erhebung gegenüber 2018 eine Reduktion der Verkehrslast um 17% trotz 7% Bevölkerungswachstum.
Der Mut und die Bereitschaft, Fehlentwicklungen der Vergangenheit zu erkennen und sich geduldig den großen Krisen unserer Zeit zu stellen, schweißt Politik und Zivilgesellschaft zusammen. Wir wollen gemeinsam aktiv und optimistisch bleiben, damit diese in St. Pölten nachweislich erfolgreich eingeleitete Verkehrswende richtungsweisend für die Mobilitätszukunft in ganz Österreich wird.

► Aktive Mobilität - Eine Plädoyer fürs zu Fuß gehen
Laut der letzten Verkehrserhebung im Jahre 2023 für Vorarlberg sind an Werktagen 7% der zurückgelegten Wege kleiner als 0,5 km, 17% kleiner als 1,0 km, 33% der Wege kleiner als 2,5 km und 55% der Weg sind noch immer kleiner als 4,5 km.
Es gibt durchaus Bemühungen, das zu Fuß gehen zu bewerben, zu unterstützen. Hier ein paar Beiträge dazu.
Masterplan Gehen 2030
Kurzfassung:
Das Zu-Fuß-Gehen ist die gesündestes und sogleich energie- und platzsparendste sowie kostengünstigste Form der Fortbewegung. Gehen ist in jedem Alter und in jeder sozialen Schicht möglich. Wo Menschen gern und sicher gehen, ist die Aufenthaltsqualität höher. Um gut und angenehm gehen zu können, muss die Infrastruktur für dieses Fortbewegungsmittel passen. Hier sind Maßnahmen und Strategien gefragt, um den Stellenwert des Gehens im Gesamtverkehrssystem zu erhöhen.
Der Masterplan Gehen soll ...
- die wesentliche Bedeutung des Gehens für das Gesamtverkehrssystem bewusst machen,
- den motivierenden Rahmen für die Verbesserung der Bedingungen für Gehen setzen und
- die geeigneten Maßnahmen zur Fußverkehrsförderung zur Umsetzung empfehlen.
Initiative Österreich zu Fuß

Eine Initiative des Bundesminsiteriums für Klimaschutz ... unter dem Titel "Österreich zu Fuß". Mehr dazu auf der zugehörigen Webseite https://oesterreichzufuss.at/
Nutzen - Kosten
Der gesundheitliche Nutzen des Gehens ist unbestritten. Karlheinz Zeiner hatte schon vor mehr als 20 Jahren einen Mobiltätsrechner Online, der nicht nur die direkten und externen Kosten für verschiedene Verkehrsmittel, die man auf dem Weg zur Arbeit nutzen kann, berechnet, sondern auch den Gesundheitsnutzen. INFRAS berechnet für die Schweiz den monitären Gesundheitsnutzen des Fußgängers mit 16 cent je Kilometer. Diesen Wert verwendet auch der Mobiltätsrechner, er berechnet aber auch den Gesundheitsnutzen in Form von Cooper-Punkten (Fitnesspunkte). Es gibt diesen Rechner noch immer, mit aktualisierten Daten hier.
Persönliches
In meinem (Karlheinz Zeiner) Leben gab es zwei Ereignisse, die meine Einstellung zur Mobilität nachhaltig
beeinflußt haben.
Ich bin im Alter von 40 bis 50 mehrere Halbmarathons und einen Marathon gelaufen. Das ändert das Gefühl für
Gehdistanzen radikal. Zwei und mehr Kilometer Distanz zu einer Bahnhaltestelle sind plötzlich keine Entfernung
mehr, bei der man über die Wahl des Verkehrsmittels überhaupt nachdenkt. Man geht das ohne Zögern zu Fuß und
stellt das auch bei den Optionen der Fahrplan-App so ein. Dann zeigt die Fahrplan-App auch nach 24:00 noch
eine Verbindung von Bregenz nach Hausee an.
Die zweite wichtige Entscheidung ist der Erwerb eines Klimatickets für das Bundesland oder für ganz
Österreich. Ab diesem Tag ist das Standardverkehrsmittel für Strecken größer 2 km nicht mehr das Auto, sondern
der ÖPNV.
Ein Podcast dazu
In dieser Podcast-Folge dreht sich alles um das Thema „Aktive Mobilität“. Verena Zeuschner vom Fonds Gesundes Österreich erklärt, wie alltägliche Wege aktiv gestaltet werden können, um ausreichend Bewegung zu bekommen – ganz ohne zusätzliches Sportprogramm. Mit Bürgermeister Michael „Gehsteig-Mike“ Hammer sprechen wir darüber, wie man ein innovatives Fußverkehrskonzept umsetzt und erfahren, wie es zu seinem Spitznamen kam.
► Bahn zum Berg - Öffi Touren Portal
Ein ambitioniertes Team hat den Verein Bahn-Zum-Berg gegründet. Sie erkunden Österreich und die Nachbarländer bis Frankreich auf der Suche nach Touren, zu denen man gut mit Öffis an- und abreisen kann. Mit Fahrplan für die Anreise, Tourenbeschreibung und Fahrplan für die Rückfahrt. Wo findet man das Angebot?
https://www.bahn-zum-berg.at - Hauptwebseite, Empfehlungen
https://www.zuugle.at - Suchmaschine Österreich, auch für Deutschland *.de, Italien *.it, Slovenien *.si Schweiz *.ch Liechtenstein *.li und Frankreich *.fr
Das Ziel von Zuugle ist es, alle Bergtouren, die mit Bahn und Bus erreichbar sind, sichtbar zu machen.
Weil: Es braucht kein Auto, um in die Natur zu kommen. Wir sagen dir gerne wie.
► VLOW - App für die Organisation von Fahrgemeinschaften
Hier wird öfters davon gesprochen, der MIV (Motorisierten Individualverkehr) müsse halbiert werden. Im Schnitt sitzen in einem PKW ja nur 1,14 Personen. Gemeinsame Fahrten, d.h. Mitfahrer:innen organisieren wäre also ein riesen Hebel um die Zahl der Autos auf den Straßen zu reduzieren. Was bisher gefehlt hat, ist eine App, die das organisiert. Eine moderne und sichere Version des klassischen Autostoppens.
VLOW Solutions, ein Startup in Dornbirn hat eine App entwickelt, die bei der Bildung von Fahrgemeinschaften hilft. Das sind die Features:
-
Digitale Fahrgemeinschaft
VLOW digitalisiert Fahrgemeinschaften und sorgt für einen reibungslosen Ablauf ohne lästige Wartezeiten. -
Spontane Vermittlung
Für Mitfahrer:innen liefert VLOW personalisierte Mitfahrgelegenheiten in Echtzeit und On Demand bis zur letzten Minute. -
Transparente Fahrtkostenteilung
VLOW sorgt für eine faire und transparente Fahrtkostenteilung und übernimmt die gesamte Zahlungsabwicklung.
Mehr dazu erfahren sie hier: vlow.app
