Aktuelle Meldungen in den Medien, Buchtipps
Aktuelle Meldungen zum Thema Mobilität, Klimaschutz, Klimawandel und Energie mit Verweisen auf die Originalartikel. Dabei wird beachtet, ob diese Artikel auch frei zugänglich sind. Das und die Qualität ist ein Grund dafür, dass häufig auf Artikel der Tageszeitung DerStandard https://www.derstandard.at verwiesen wird. In immer mehr Medien, auch in den Vorarlberger Tageszeitungen sind Artikel nur mit einem Abo lesbar.
Weitere Literatur/Buch und Medien Tipps findet man auf dieser Website hier.
April 2026
▼ 2. April - Welterschöpfungstag für Österreich
Österreich hat heuer die natürlichen Ressourcen gegenüber dem Vorjahr erst vier Tage später verbraucht. Na immerhin! Dabei wird der erhöhte Spritpreis noch nicht in die Berechnungen eingegangen sein.
Mehr dazu im Standard
März 2026
▼ VCÖ Faktsheet zum Flugverkehr
Wußten Sie, dass
- 43% der Flüge ab Wien-Schwechat kürzer als 1000 km sind?
- 1% der der Weltbevölkerung 50 Prozent der Emissionen des Flugverkehrs verursachen?
- der Flughafen Wien im Jahr 2025 mit mehr als 32 Millionen so viele Fluggäste wie noch nie verzeichnete
- Prognosen für die europäische Luftfahrt davon aus gehen, dass die Anzahl der Flüge bis zum Jahr 2050 um mehr als 50 Prozent über dem Niveau des Jahres 2023 liegen wird?
- die CO2-Emissionen basierend auf dem in Österreich getankten Kerosin im Jahre 2024 rund drei Millionen Tonnen waren und rund 13 Prozent der gesamten CO2-Emissionen des Verkehrs ausmachen?
- es im Jahre 2024 in Österreich 238 registrierte Privatjets gab?
Das und viel mehr erfahren Sie im aktuellen VCÖ-Faktsheet Flugverkehr
▼ Pressedienst der Landesregierung
Pressemitteilung
Landeshauptmann Markus Wallner und Landesstatthalter Christoph Bitschi: „Der heutige Tunnelanschlag ist ein historischer Moment für dieses Projekt, für Feldkirch und für ganz Vorarlberg. Nach vielen Jahren der Planung und von Vorbereitungsarbeiten beginnt nun die Umsetzung des Herzstücks eines Projekts, das für Generationen gedacht ist. Rund 8000 Menschen, ein Fünftel der Feldkircher Bevölkerung, werden Tag und Nacht spürbar vom Verkehrslärm entlastet." Das tut weh, was da versprochen wird. Sagt uns die Wahrheit und sagt auch etwas zu den anderen 4/5 der Bewohner!
Im Jahre 2012 haben die Verkehrsingenieure bei Inbetriebnahme des Tunnels für das Jahr 2025 an der Bärenkreuzung folgende Verkehrszahlen prognostiziert:

D.h. pro Tag hätten 32.545 PKW's (die halbe Summe) die Bärenkreuzung passiert. Mehr als jetzt ohne Tunnel. Ohne den noch nicht realisierten Tunnel sind es jetzt ca. 30.000 PKW's. Der Grund für die deutlich kleineren Zahlen sind der Einbruch durch die Covid-Pandemie und das noch immer eingebrochene Wirtschaftswachstum. Und sicher auch, dass die Zahl der PKW's pro 1000 Einwohner mit ca. 570 doch langsam in eine Sättigung kommt. Für das aktuelle laufende neue UVP Verfahren ist die Prognose für das Jahr 2030 nach Vollausbau des Stadttunnels:

Im Vollausbau sind es dann im Jahre 2030 28.700 PKW's. Ohne Tunnel wären es laut Prognose 36.550. Pro Minute sind das 20 statt 25 PKW's. Beim Schwerverkehr ist der Unterschied größer. Der/die Leser:in soll sich selber Gedanken zu diesen Zahlen machen. Mehr zu Verkehrszahlen und dem Schalltechnischen Bericht finden sie auf der Hauptseite im Beitrag Stadttunnel: UVP Verfahren für den "Optimierter Bauablauf für Vollinbetriebnahme 2030"
▼ Newsletter Klimaaktiv Mobilität
Mit den Themen E-Mobilität, Parkraummanagement, Tag des Zu-Fuß-Gehens
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Februar 2026
▼ SRF Sternstunde Philosophie - Du kannst nichts gegen die Klimakrise tun
Frauke Rostalski bestreitet weder Klimakrise noch die Dramatik des steigenden CO₂-Ausstosses. Sie kritisiert aber die Verschiebung der Verantwortung auf Konsumentinnen und Konsumenten. Einzelne Entscheidungen – weniger fliegen, weniger Fleisch essen – seien klimatisch praktisch wirkungslos, solange sie nicht in ein global verbindliches Reglementarium eingebettet sind. Gemäss Rostalski braucht es internationale Regeln mit Anreizen und Sanktionen, etwa in Form eines Klimaclubs mit CO₂-Mindestpreis – eine Idee, die sie vom US-amerikanischen Wirtschaftsnobelpreisträger William Nordhaus übernimmt. Verantwortung sieht Rostalski deshalb vor allem bei Regierungen, die endlich ein funktionierendes internationales System schaffen müssten, in das sich individuelle Handlungen sinnvoll einfügen können. Dann, und erst dann, sieht Rostalski die Einzelnen in der Pflicht.
SRF Sternstunde Philosophie
Ein gutes Beispiel für die persönlich schwer zu entscheidene Frage "hat sie recht" oder "hat sie doch nicht recht"? Was sie schreibt und sagt, passt zu der Behauptung, den persönlichen Fußabdruck hätten die Ölkonzerne erfunden, um von deren Verantwortung abzulenken.
Frauke Rostalski stellt klar, wo gehandelt werden muss: In der Politik, bei den Regierungen und da vergisst man oft, dass diese Verantwortung auch auf Gemeindeebene wahrgenommen werden muss. Gesprochen wird über das Buch
Wer soll was tun?
Warum wir nicht zum Klimaschutz verpflichtet sind und worin unsere Verantwortung eigentlich besteht.
Das Buch im Verlag Beck
▼ VCÖ Fachbefragung: Wie kann man den Verkehrsaufwand im Personenverkehr reduzieren?
Im österreichischen Mobilitätsmasterplan 2030 sind die Grundprinzipien Vermeiden, Verlagern und Verbessern verankert. Während den Prinzipien der Verlagerung und Verbesserung in der Praxis eine große Aufmerksamkeit geschenkt wird, steht das Prinzip der Verkehrsvermeidung oft im Hintergrund. Dabei sollte die Verkehrsvermeidung der erste Schritt für die Mobilitätswende sein. Verkehrsvermeidung zielt darauf ab, die Anzahl und Länge von Fahrten zu reduzieren, um Zeit, Kosten und negative Umweltwirkungen zu verringern, ohne die Mobilität einzuschränken.
Ergebnisse der Fachbefragung
▼ Newsletter der Scientists for Future>
mit den Themen
- Gut essen innerhalb planetarer Grenzen
- (Olympische) Spiele zu welchem Preis?
Newsletter
Jänner 2026
► Parkplatzgebühren beim Stadion Schnabelholz in Altach
Wer ein Fußballspiel des SCR Altach besuchen und sein Auto direkt beim Schnablholz-Stadion abstellen möchte, muss ab dieser Frühjahrssaison für das Parken bezahlen. Je nach Lage des Parkplatzes werden dafür sechs oder zehn Euro fällig. Ein guter Anfang! Zum Beitrag: ORF Vorarlberg
► Stellplatzverordnung - Südtiroler Siedlungen
In der Ausgabe Februar 2026 der Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft berichtet Martina Pfeifer Steiner über die Sanierungs- bzw. Neubaupläne in der Südtiroler Siedlung Bregenz Rheinstraße.
Ein Ausschnitt: ...
Trotzdem spräche nicht nur die ökologische Bilanz für das Weiterbauen mit dem Bestand, sondern eigentlich auch die ökonomische, wenn Ressourcenverbrauch und graue Energie in die Projektkosten eingerechnet werden.
und dann:
Killerargument Stellplätze
Doch alle guten An- und Vorsätze werden auf einen Streich zunichte gemacht, mit dem in der Wettbewerbsausschreibung zwingend vorgegebenen Stellplatzschlüssel von 0,8 PKW pro Wohneinheit laut Vorarlberger Stellplatzverordnung. Obwohl in der Quartiersbetrachtung durchaus Potenzial für eine Hochgarage auf dem nachbarschaftlichen Parkplatz des Gewerbebetriebs (mit bereits vorhandener Fußgängerunterführung) erkannt wurde. 260 Tiefgaragenplätze für eine bestens an den öffentlichen Verkehr angeschlossene gemeinnützige Wohnbausiedlung! — Leerstand ist vorprogrammiert und Geld verbraten, machen doch Tiefgaragen zirka zwanzig Prozent der Gesamtbaukosten aus. Außerdem wird das engagiert erarbeitet Mobilitätskonzept Vorarlberg für die Verkehrspolitik des Landes bis 2030 ad absurdum geführt, wenn solch überholte und die Zukunft gravierend zubetonierende Parameter nicht hinterfragt und geändert werden. Hier steht das Land Vorarlberg in voller Verantwortung! Abgesehen davon, dass diese großflächige unterirdische Versiegelung die Grünraumgestaltung mit Hochstammbäumen behindert und den alten Baumbestand gefährdet. ...
Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft
► Stefan Rahmstorf zu den Hindernissen im Klimaschutz
Er erklärt in einem Vortrag, warum nicht fehlendes Wissen, sondern fossile Subventionen, gezielte Desinformation und festgefahrene Machtstrukturen den Klimaschutz ausbremsen. Einen Beitrag dazu mit einem Link auf den Vortrag können Sie auf der Webseite utoipe.de lesen.
► Ikea in Dornbirn?
Das Land prüft laut einem Bericht von ORF Vorarlberg ob die Messekreuzung auch noch den zusätzlichen Verkehr eines IKEA Geschäftes verkraften könnte. Es würde uns überraschen, wenn es von der Seite kein gründes Licht gäbe.
Könnte man nicht einmal darüber nachdenken, wie man nachhaltig Möbel produziert? Beim Tischler im Dorf, der mit sinnstiftender Arbeit und Handwerkskunst Möbel baut, die im besten Fall über Generationen halten und Arbeitsplätze im Dorf schaffen. Oder irgendwo mit vollautomatischen Maschinen und am Verpackungs-Fließband mit vorausgegangenem Raubbau in den Wäldern der Welt?
Wissenschaft trifft auf Lobautunnel
DER STANDARD berichtet in der Edition Zukunft über die Argumente der Scientist for Future gegen die S1 und den Lobautunnel.
Untertitel: Allein die Entwicklung der CO₂-Emissionen in Österreich würde zeigen, wie dringend von so einem "kontraproduktiven Infrastrukturvorhaben Abstand zu nehmen" sei.
Zum Artikel im Standard.
► Straßenbauprojekte und Verkehrschaos
Kürzlich haben die Scientist for Future in Wien gegen die S1 und den Lobautunnel protestiert. Hier findet man ihren Bericht dazu. Das alles gilt auch für die Straßenbauprojekte in Vorarlberg. Vor allem die Aussagen von Helga Kromp-Kolb in diesem kurzem Video.
Dazu denkt der Autor dieser Zeilen sich: Wir halten ja (auch aus Höflichkeit) unsere handelnden Spitzenpolitiker nicht für dumme Menschen. Umgekehrt hat man oft diesen Eindruck. Was denken sich Politiker, wenn sie so hartnäckig die Expertise und die Empfehlungen der Wissenschaft ignorieren? Klimaktivisten gegenüber artet diese Ignoranz ja oft in Feindseligkeit aus. Das zeigt ein Leserbrief, in dem kürzlich in den VN Andreas Postner verunglimpft wird. Interessant die Argumentation des Schreibers, welches Verkehrschaos wir hätten, wenn wir damals diese oder jene Straße nicht gebaut hätten. Da haben es die Straßenbauer leicht. Die jahrzehntelang verfolgte Strategie, Mobilität mit der ständig wachsenden Infrastrukur für den Individual- und Güterverkehr auf der Straße zu lösen, führt natürlich genau dazu, sich das anders nicht mehr vorstellen zu können. Dass man zu jeder Zeit die Weichen in andere Richtungen hätte stellen können und meist auch hätte müssen, wird dabei völlig ignoriert.
► Österreich verfehlt mit aktuellem Kurs die Klimaziele 2030 deutlich

Das berichtet das Umweltbundesamt unter dem Titel Treibhausgas-Szenarien für die langfristige Budgetprognose 2025. Es drohen die immer wieder genannten Strafzahlungen von mehreren Milliarden Euro. Das Bild im zugehörigen Artikel im Standard zeigt eindringlich, wo das größte Problem liegt. Aber immerhin hat das Finanzministerium die Studie in Auftrag gegeben.
EU-Ziel: Den Ausstoß der klimaschädlichen Gase um 55 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 senken.
Österreich hat sich auf 48 Prozent weniger Treibhausgase im Vergleich zu 2005 verpflichtet.
Zum Artikel im Standard schreibt ein Leser als Kommentar: Die Politiker haben Klimaziele beschlossen, ohne zu wissen, ob und wie wir sie erreichen werden. Die Energiewende ist eine Jahrhundertaufgabe. Daran sollten wir alle mitwirken und unsere verschwenderische Lebensweise überdenken." Das kann man ergänzen: Offensichtlich wollen sie die Ziele gar nicht erreichen. Irgend jemand ruft ihnen ständig zu: Aber für unser Geschäft ist das nicht gut. Die Verpflichtungen (EU, Österreich, Vorarlbergs Energieautonomie 2030+) werden ignoriert. In Vorarlberg müsste man mit dem Festhalten an den Straßenbauprojekten das Ziel umtaufen auf Energieautonomie 2030--. Oder wie war das mit der Ausrufung des Klimanotstandes?
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